Andere Köpfe, alte Strukturen?
Warum Neurodiversität an Hochschulen Führung braucht und wie diese gelingen kann
Hochschulen verstehen sich als Orte intellektueller Vielfalt, wissenschaftlicher Originalität, kritischen Denkens. Gleichzeitig sind Arbeits-, Kommunikations- und Karrierestrukturen häufig an neurotypischen Normen ausgerichtet. Neurodivergente Mitarbeitende, etwa Personen auf dem Autismusspektrum, mit ADHS, Legasthenie oder hochbegabte beziehungsweise neuroeffiziente Personen, treffen deshalb nicht automatisch auf passende Arbeitsbedingungen. Der Beitrag argumentiert, dass Neurodiversität nicht primär als Frage von Unterstützung oder individueller Nachteilsausgleiche verstanden werden sollte, sondern als Führungs- und Personalentwicklungsaufgabe. Im Zentrum stehen Offenlegung der Neurodivergenz, Stigma, Arbeitsgestaltung, Person-Job-Fit, Sprache, Führungskultur und institutionelle Verantwortung. Ziel ist eine Kultur, in der kognitive Unterschiedlichkeit weder romantisiert noch pathologisiert, sondern professionell gestaltet wird.
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